Das zweite Trimester der Schwangerschaft

Zweites Trimester der Schwangerschaft.

Nach den körperlichen Anpassungen, welche die werdende Mutter im ersten Dritel durchgemacht hat, beginnt mit dem zweiten Drittel der Schwangerschaft für viele Frauen der angenehmste Abschnitt der Schwangerschaft.

Vorfreund und Sicherheit

Die oft heftigen Nebenwirkungen der frühen Schwangerschaftswochen, wie Übelkeit und Schwindel nehmen im zweiten Trimester meist deutlich ab. Es beginnt eine Zeit in der sich die meisten Frauen sehr wohl in ihrer Situation fühlen. Durch die Schwangerschaftshormone, die ihr Körper nun bildet, kommt es zu Motivationsschüben in denen die werdenden Mütter sehr energiegeladen sein können. Ungefähr ab dem fünften Monat sind zunächst sehr sanft, später deutlich stärker die ersten Bewegungen des Kindes spürbar. In aktiven Phasen tritt das Baby und man merkt wie stark es bereits ist.

Entwicklung des Babys im zweiten Drittel der Schwangerschaft

Im vierten Monat ist die Gefahr einer Fehlgeburt deutlich gesunken und der Fötus ist weitestgehend komplett ausgebildet. Die inneren Organe sind fertig entwickelt und Nieren, Magen und Darm beginnen mit der Arbeit. Der relativ große Kopf des Babys wächst nun langsamer als der Rest des Körpers, so dass sich Proportionen anpassen. Solange der Fötus sich noch im Mutterleib befindet wird er über den Mutterkuchen mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt. Die Lungenbläschen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht entfaltet.
Das Verdauungssystem beginnt zu arbeiten indem das Baby durch Ausdehnung des Zwerchfells Fruchtwasser trinkt, verarbeitet und als Urin wieder abgibt. Es dauert etwa zwölf Stunden bis das Fruchtwasser einmal komplett neu produziert und ausgetauscht ist.

Nun sind auch die äußeren Geschlechtsorgane erkennbar, was den werdenden Eltern bei einer Ultraschalluntersuchung die Möglichkeit gibt das Geschlecht des Kindes zu erfahren. Auf eine ausreichende Kalzium-Versorgung sollte in den nächsten Wochen besonders geachtet werden, denn ab der 15. Woche beginnt das Skelett des Kindes stärker zu werden.
Umgebungsgeräusche sind vom Fötus nun auch wahrnehmbar. Das nun bis zu 25 cm große und bis 450g schwere Baby reagiert auf Musik und Stimmen mit Stirnrunzeln und Handbewegungen, was ebenfalls in der Ultraschalluntersuchung beobachtet werden kann.

Die Entwicklung von Finger- und Fußnägeln ist bis zur 24. Woche abgeschlossen. Das Wachstum der Haare beginnt und der Fötus beginnt am Daumen zu lutschen, was den nach der Geburt lebensnotwendigen Saugreflex trainiert. Die Haut bildet nun die so genannte Käseschmiere, eine Schicht die es später ermöglicht den Geburtskanal leichter zu passieren.
Weiße Blutkörperchen entwickeln Leber und Milz ab etwa der 23. Schwangerschaftswoche. Sein jetziges Gewicht von etwa 500g bei einer Größe von bis zu 28cm wird in den kommenden Wochen deutlich vergrößert. Ab nun wäre der Fötus bei einer Frühgeburt weit genug entwickelt, um zu überleben.

Bereits ab Schwangerschaftswoche 24 beginnt das Kind die Augenlider zu öffnen, was zwei Wochen später bereits funktioniert. Auch die Lunge ist in Woche 27 vollständig ausgebildet, benötigt jedoch noch zusätzliche biochemische Stoffe, um bereit zu sein ihre Arbeit aufnehmen zu können. Derweilen geht das Wachstum des gesamten Körpers weiter stetig voran.

Der Babybauch wächst

Wachsender Babybauch im zweiten Trimester.Deutlich zu erkennen ist die Schwangerschaft nun auch am wachsenden Babybauch. Die für die Schwangerschaft notwendigen Hormone werden nun vom Mutterkuchen selbstständig produziert, so dass die Versorgung mit entsprechenden Wirkstoffen durch die Eierstöcke nicht mehr notwendig ist. Auch die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, die fürs Überleben und Wachstum des Kindes notwendig sind, werden über die Plazenta geliefert. Besteht bei der werdenden Mutter noch eine leichte morgendliche Übelkeit, so sollte diese aufgrund der Abnahme von humanem Choriongonadotropin (kurz. hCG, ein Peptidhormon) im Blut nun verschwinden.
Das Blutsystem von Mutter und Kind sind jetzt eng miteinander verbunden, was das Herz der Frau etwas mehr fordert und den Puls um bis zu zehn Schläge pro Minute ansteigen lassen kann. Auch die Atemfrequenz steigt, damit das ungeborene Kind mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird.

In den Brüsten der Frau entwickelt sich Kolostralmilch, eine farblose Flüssigkeit, welche die Vorstufe der Muttermilch darstellt.

Die Beschwerden, die sich im zweiten Trimester der Schwangerschaft zeigen, sind meist auf das Wachsen des Kindes und damit den Babybauch zurück zu führen. Das Baby wird nun immer größer und drückt auf die inneren Organe der Mutter. Der Druck auf Magen und Blase führt in vielen Fällen zu Sodbrennen und erhöhtem Harndrang. Beckenbodentraining ist nun zu empfehlen, um dauerhafter Blasenschwäche vorzubeugen.

Die Dehnung des Bindegewebes kann vor allem an Bauch und Hüften zu Schwangerschaftsstreifen führen. Obwohl diese nach der Geburt häufig verblassen sind sie meist weiterhin sichtbar. Um die Intensität einzudämmen können Zupftechniken und das Einreiben mit entsprechenden Ölen und Cremes helfen.

Auch Beschwerden in den Beinen, wie Krampfadern, stechende oder brennende Schmerzen, sowie Probleme mit den Venen können nun auftreten. Bei einigen Schwangeren hilft die vermehrte Versorgung mit Kalzium und Mineralsalzen. Auskunft über eine Notwendigkeit kann der Frauenarzt geben.

In den Beinen, Armen, sowie Füßen und Händen kann es zu vermehrten Wassereinlagerungen kommen, die nach der Geburt aber wieder verschwinden. Ein häufiges Problem im zweiten Drittel der Schwangerschaft sind Rückenschmerzen. Diese entstehen durch ein Hohlkreuz, was wiederum verursacht wird, weil der Babybauch den Schwerpunkt des Körpers nach vorn verlagert.

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