Was passiert beim Geburtsvorbereitungskurs und muss ich da mit hin?

Schwangere Frauen beim Geburtsvorbereitungskurs.

Um zu entscheiden, ob man seine Partnerin beim Geburtsvorbereitungskurs begleiten soll, muss man sich erst einmal klar sein, welche Art von Kurs sie besucht. Neben den klassischen Kursen, mit Atem- und Entspannungsübungen und Infos zum Ablauf der Geburt, gibt es zahlreiche Alternativen. Im Folgenden geben wir dir daher einige Infos zu Kursen, damit du selbst entscheiden kannst, ob du deine Partnerin begleiten willst.

Welche Geburtsvorbereitungskurse gibt es und was lernt man beim Geburtsvorbereitungskurs?

Klassischer Geburtsvorbereitungskurs

Dieser wird meist von einer Hebamme oder einer Geburtsvorbereiterin geleitet. Hier lernt die werdende Mutter Atem- und Entspannungsübungen, welche die Geburt erleichtern sollen. Informationen über den Geburtsablauf und die Zeit danach werden gegeben. Auch Themen wie Schmerzbehandlung und mögliche Komplikationen gehören zu einem guten Vorbereitungskurs.

Schwangerschaftsgymnastik

Diese Kurse haben einen präventiven Schwerpunkt. Es werden zum Beispiel Übungen gelehrt, die Rückenschmerzen entgegenwirken sollen. Das sanfte Training von Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur ist auf Schwangere abgestimmt und besonders bei Frauen beliebt, die auch vorher Spaß an Bewegung hatten.

Bauchtanz

Auch hier steht Bewegung im Mittelpunkt. Das Tanzen fördert das Bewusstsein der Frau für ihren Körper und kann sich auf sie und das Baby entspannend auswirken.

Atemtherapie

Sie dient der Steigerung des Körperbewusstseins und ist eine gute Ergänzung zum klassischen Vorbereitungskurs. Mit der richtigen Atemtechnik kann bei der Geburt der Wehenschmerz reduziert werden.

Yoga

In Yoga-Kursen für Schwangere lernt die werdende Mutter sich körperlich, geistig und emotional auf die Transformation während der Schwangerschaft einzulassen. Dieser Kurs kann auch von Frauen besucht werden, die zuvor noch keine Erfahrungen mit Yoga gemacht haben.

Autogenes Training

Auch diese Kurse sind auf die Steigerung von Harmonie ausgerichtet. Übungen zur Entspannung und die Bewusstwerdung mit dem heranwachsenden Embryo stehen hierbei meist im Mittelpunkt.

Soll ich zum Geburtsvorbereitungskurs mitgehen?

Wie du siehst gibt es zahlreiche unterschiedliche Kurse für Schwangere. Die Möglichkeit deine Partnerin zu begleiten hast du meistens bei den klassischen Geburtsvorbereitungskursen. Aber auch hier gibt es Unterschiede, denn es gibt Kurse bei denen der Partner entweder immer oder nur zu bestimmten Terminen dabei sein. Für Frauen, die in keiner Partnerschaft leben gibt es auch Kurse bei denen nur die werdenden Mütter teilnehmen dürfen.
Für viele Frauen ist es sehr angenehm, wenn der Partner bei manchen Terminen dabei ist, es aber auch reine Frauenrunden gibt. Hier können sie sich über Fragen und Themen austauschen, die Sie nicht in Gegenwart von Männern besprechen möchten.
Ideal ist es, wenn du mit deiner Partnerin überlegst, welche Art von Geburtsvorbereitungskurs sie besuchen möchte und ob sie dich dabei haben möchte oder lieber alleine hin geht.

Wie wichtig ist der Geburtsvorbereitungskurs und sollte man überhaupt hingehen?

Grundsätzlich ist eine Geburt auch ohne vorherigen Besuch eines Vorbereitungskurses möglich. Jedoch kann ein Kurs viele Vorteile bringen, da die Frau lernt wie sie mit Atem- oder Entspannungsübungen die Schmerzen reduzieren und die Geburt beschleunigen kann. Auch können Fragen geklärt und so Ängste reduziert werden. Das Kennen lernen anderer Schwangerer führt zudem oft zu neuen Freundschaften und die Frauen treffen sich auch nach der Geburt zu gemeinsamen Mutter-Kind-Aktivitäten. Es spricht also erstmal nichts dagegen einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen.

Wann Geburtsvorbereitungskurs anfangen und wie lange dauert er?

Vorbereitungskurse zu besuchen macht ab der 28. Schwangerschaftswoche Sinn. Damit es bis zur Geburt zeitlich nicht zu knapp wird sollte der Kurs spätestens drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin enden. Obwohl also keine Eile herrscht, sollte man sich früh genug um die Anmeldung kümmern. Gute Kurse sind beliebt und entsprechend schnell ausgebucht. Informiert euch also rechtzeitig welche Kurse in eurer Gegend angeboten werden, ob ihr einen klassischen Kurs oder eine Alternative besuchen möchtet und meldet euch dann an.
Viele Kurse finden einmal wöchentlich am frühen Abend statt und dauern pro Termin 90 bis 120 Minuten. Nach etwa 7-8 Wochen sind dann alle Themen abgearbeitet und der Kurs geht wieder von vorne los.

Geburtsvorbereitungskurs an einem Wochenende

Es gibt aber auch die Möglichkeit Wochenendkurse zu besuchen. Diese vermitteln dann innerhalb von zwei Tagen alle Informationen. Diese Crash-Kurse sind vor allem für Paare interessant, die aus beruflichen Gründen keine anderen Kurse zusammen besuchen können.

Wie läuft der Geburtsvorbereitungskurs ab?

Der klassische Vorbereitungskurs enthält meist folgende Themenblöcke:

  • Atemübungen, die bei der Geburt helfen können den Schmerz zu reduzieren.
  • Entspannungstechniken, die helfen können die Pausen während der Wehen zum Ausgleich zu nutzen und neue Kraft zu schöpfen.
  • Bewegungsübungen, die in der Schwangerschaft besonders belastete Körperregionen stärken.
  • Informationen über den Ablauf der Geburt und mögliche Komplikationen.
  • Informationen über die ersten Wochen nach der Geburt.

Teilweise werden auch Grundlagen der Säuglingspflege bereits im Vorbereitungskurs gelehrt.
Es kann sein, dass bei jedem Termin ein nur Thema besprochen wird oder verschiedene Themenblöcke angesprochen werden. Welche Inhalte tatsächlich enthalten sind und wie der genaue Ablauf ist, sollte man beim Veranstalter erfragen.

Was kostet ein Geburtsvorbereitungskurs und was zahlt die Krankenkasse?

Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für den klassischen Vorbereitungskurs, wenn der Kurs eine Dauer von maximal 14 Stunden hat. Auch für die werdenden Väter entstehen hier keine weiteren Kosten.
Weiterführende Leistungen zur Geburtsvorbereitung werden von manchen Krankenkassen als Zusatzleistungen angeboten und extra abgerechnet.
Welche Kurse kostenlos angeboten werden sollte man aber immer mit der Krankenkasse der Mutter besprechen. Häufig gibt es von den Kassen auch noch kostenlose Informationspakete in denen zahlreiche wichtige Fakten erklärt sind.

Alternative Vorbereitungskurse, die von Vereinen, Verbänden, Gesundheitszentren oder den Volkshochschulen angeboten werden können im Preis stark variieren. Ein weiterer Grund sich frühzeitig über die Kurse zu informieren, die in der Region angeboten werden.

Was sollte man zum Geburtsvorbereitungskurs anziehen und was muss man mitnehmen?

Welche Kleidung die werdende Mutter anziehen sollte hängt vom Inhalt des jeweiligen Termins ab. Grundsätzlich sollte sich die Frau wohl fühlen, was meist durch bequeme Schwangerschaftskleidung gegeben ist. Stehen körperliche Übungen auf dem Plan, ist ein Jogginganzug zu empfehlen. Auch warme Kuschelsocken mit Antirutsch-Funktion sind bei vielen Frauen beliebt, da die Füße schnell auskühlen können und keine Erkältung riskiert werden sollte.
Decken, Kissen und Matten auf denen man Übungen durchführen kann werden meistens vom Veranstalter gestellt. Aber auch hier ist es ratsam sich vor dem Kursbeginn zu informieren.

Wie viele Teilnehmer sind beim Geburtsvorbereitungskurs?

Viele Veranstalter versuchen die Gruppen bewusst klein zu halten. Dies fördert einerseits das Wohlgefühl und ermöglicht zudem, dass sich die Kursleitung jeder Teilnehmerin ausreichend widmen kann. Daher sind viele Kurse auf 10-12 Teilnehmerinnen begrenzt. Etwas größer kann die Gruppe werden, wenn es reine Frauengruppen sind, bei denen keine Termine mit dem Partner zusammen besucht werden.

Was passiert beim Geburtsvorbereitungskurs und muss ich da mit hin?
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