Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft

Ultraschalluntersuchung im ersten Trimester der Schwangerschaft.

Ultraschalluntersuchungen gehören zu den Highlights jeder Schwangerschaft. Oft sind diese Untersuchungen ein Grund zur Freude, da nun die aktuelle Entwicklung des Kindes auf dem Monitor gesehen werden kann.

Begleitet der Mann seine Partnerin zum Ultraschall, kann dies die gemeinsame Freude auf das Baby noch verstärken und einen positiven Effekt auf die Partnerschaft haben.

Was ist Ultraschall?

Ultraschalluntersuchung im ersten Trimester der Schwangerschaft
Ab der 5. SSW kann der Herzschlag des Kindes im Ultraschall erkannt werden.

Ein vorgeburtlicher Ultraschall (auch als Sonogramm bezeichnet) ist ein nicht-invasiver diagnostischer Test, bei dem mithilfe von Schallwellen ein visuelles Bild des Babys, der Plazenta, des Uterus und anderer Beckenorgane erstellt wird.

Es ermöglicht dem Arzt, wertvolle Informationen über den Verlauf der Schwangerschaft und die Gesundheit des Babys zu sammeln.

Während des Tests sendet ein Ultraschalltechniker (Sonograf) hochfrequente Schallwellen durch die Gebärmutter, die vom Baby abprallen. Ein Computer übersetzt dann die widerhallenden Töne in Videobilder, welche die Form, Position und Bewegung des Babys offenbaren.

Ultraschallwellen werden auch im Handgerät verwendet, das als Doppler bezeichnet wird und das der Arzt während der vorgeburtlichen Besuche verwendet, um den Herzschlag des Babys zu hören.

Wie funktioniert eine Ultraschalluntersuchung?

Einfach ausgedrückt werden bei der Sonografie für den Menschen nicht wahrnehmbare Schallwellen vom Schallkopf ausgesendet. Diese treffen auf unterschiedlichen Gewebeschichten und werden zurückgeworfen. Dieses Echo wird von Ultraschallgerät aufgefangen und kann dann in ein Bild umgewandelt werden, dass auf dem Monitor zu sehen ist.

Welche Informationen liefern die Untersuchungen?

Folgende Dinge kann der Arzt bei einem typischen Schwangerschafts-Sonogramm überprüfen:

Herzschlag des Babys

Um sicherzustellen, dass der Herzschlag normal ist, misst der Arzt die Anzahl der Schläge pro Minute.

Größe des Babys

Der Sonograph misst das Baby über den Schädel, entlang des Oberschenkelknochens und um den Bauch herum, um sicherzustellen, dass es ungefähr so ​​groß ist, wie es für sein Alter sein sollte.

Wenn dies der erste Ultraschall ist und das Baby mehr als zwei Wochen größer oder kleiner ist als es sein sollte, ist es wahrscheinlich, dass das Fälligkeitsdatum nicht stimmt und dieser neu berechnet wird.

Wenn der Arzt Bedenken hinsichtlich des Wachstums des Babys hat, wird er einen oder mehrere Nachuntersuchungen veranlassen, um den Fortschritt des Kindes zu überprüfen.

Mehrlinge

Bereits bei der ersten Ultraschalluntersuchung kann überprüft werden, ob nur ein Baby oder Mehrlinge zu erwarten sind.

Position der Plazenta

Wenn die Plazenta den Gebärmutterhals bedeckt (Placenta previa), kann dies später in der Schwangerschaft zu Blutungen führen. Wenn der Arzt diesen Zustand feststellt, wird er höchstwahrscheinlich zu Beginn des dritten Trimesters einen Nachuntersuchungs-Scan durchführen, um festzustellen, ob die Plazenta ihre Position verändert hat.

In der Zwischenzeit keine Panik! Nur bei einem geringen Prozentsatz, ist die Lage der Plazenta noch problematisch, wenn das Baby zur Welt kommt.

Menge des Fruchtwassers in der Gebärmutter

Wenn das Sonogramm anzeigt, dass zu viel oder zu wenig Fruchtwasser vorhanden ist, liegt möglicherweise ein Problem vor. In diesem Fall werden weitere Untersuchungen durchgeführt und überprüft, ob die Ursache identifiziert werden kann.

Körperliche Anomalien

Der Arzt wird die grundlegende Anatomie des Babys genau untersuchen, einschließlich Kopf, Nacken, Brust, Herz, Wirbelsäule, Magen, Nieren, Blase, Arme, Beine und Nabelschnur, um sicherzustellen, dass sich alles richtig entwickelt.

Wenn bei der Untersuchung im ersten Trimester verdächtige Ergebnisse zu verzeichnen sind oder ein anderer Grund zur Besorgnis besteht, führt der Techniker einen gründlicheren Scan durch, um nach Anzeichen eines Geburtsfehlers oder Down-Syndroms zu suchen.

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Das Geschlecht des Babys

Wenn die Eltern wissen möchten, ob das Baby ein Junge oder ein Mädchen ist, kann dies meist bei der zweiten Ultraschalluntersuchung (19. bis 22. SSW) festgestellt werden - es sei denn, die Hand des Kindes bedeckt seine Genitalien während des Scans. In einigen Fällen ist es wichtig, dass der Arzt das Geschlecht des Babys kennt - zum Beispiel, wenn davon ausgegangen wird, dass für das Baby ein Risiko für bestimmte angeborene Erkrankungen besteht.

Lassen Sie Ihren Techniker wissen, wenn Sie das Geschlecht Ihres Babys nicht erfahren möchten, damit es die Überraschung während des Tests nicht verderbt.

Warum sind Ultraschalluntersuchungen sinnvoll?

Ultraschallbilder können vom Arzt interpretiert werden.Ziel der Untersuchungen ist es herauszufinden, ob die Schwangerschaft normal verläuft. In etwa 98% kommt ein Baby völlig gesund auf die Welt. Um mögliche Entwicklungsstörungen frühzeitig zu entdecken und behandeln zu können, wird die Ultraschalluntersuchung eingesetzt.

Zeigen sich tatsächlich Probleme in der Entwicklung, so ist die moderne Medizin heute in der Lage bereits Operationen im Mutterleib durchzuführen. Die Ultraschalluntersuchung ist übrigens sowohl für das Kind als auch für die Schwangere völlig ungefährlich.

Wann werden Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft durchgeführt?

In einer normal verlaufenden Schwangerschaft werden drei Ultraschalluntersuchungen durchgeführt:

Was wird beim Ultraschall untersucht?

Alle drei Ultraschalluntersuchungen dienen dazu herauszufinden, ob sich das Kind normal entwickelt. Zudem wird überprüft, ob es sich vielleicht um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt und ob es Hinweise auf Entwicklungsstörungen gibt.

Bei der ersten Untersuchung soll zunächst einmal geprüft werden, ob tatsächlich eine Schwangerschaft vorliegt. Es wird überprüft, ob sich die befruchtete Eizelle richtig eingenistet hat und wann die Befruchtung stattgefunden hat. Dadurch kann bereits in der ersten Ultraschalluntersuchung der Geburtstermin berechnet werden.

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Wie läuft die Untersuchung ab?

Ultraschalluntersuchungen werden normalerweise über den Bauch durchgeführt, sie können jedoch auch über die Vagina erfolgen.

Bei einem transabdominalen Scan liegt die Schwangere auf einem Untersuchungstisch, ihr Bauch wird entkleidet. Ein Assistent reibt kühles Gel über den Bauch der Frau, um die Schallleitung zu verbessern. Dann schiebt der Sonograph den Schallkopf (ungefähr so ​​groß wie ein Stück Seife) über den Bauch hin und her, um Schallwellen zu übertragen.

Während ein Computer die resultierenden Echos auf einem Videomonitor in Bilder umwandelt, erscheint das Baby auf dem Bildschirm. Gewebe und Knochen erscheinen als helle oder graue Bereiche, Fruchtwasser als dunkle Bereiche.

Während des Scans zeichnet der Sonograph die Messungen auf und macht Standbilder oder Videos, welche der Arzt interpretieren kann. Die werdende Mutter kann den Vorgang auf dem Bildschirm verfolgen, wenn sie möchte.

Ein Grundultraschall dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Ein detaillierterer Scan (Stufe II), bei dem möglicherweise komplexere Geräte verwendet werden, kann zwischen 30 und 90 Minuten oder länger dauern.

Ultraschalluntersuchungen im ersten Trimester werden heutzutage eher mit einem speziell entwickelten Stab durch die Vagina durchgeführt. Diese Methode mag etwas unangenehm sein, liefert jedoch im Frühstadium der Schwangerschaft im Allgemeinen bessere Bilder als ein Ultraschall über den Bauch und kann bei der Diagnose von Eileiterschwangerschaften und fetalen Anomalien sehr nützlich sein.

Foto, das während der Ultraschalluntersuchung vom Embryo gemacht wurde.

Wann erhält man das Ergebnis der Untersuchung?

Meistens spricht der Arzt, der die Untersuchung vornimmt bereits währenddessen mit der Schwangeren. Er erklärt was er auf den Ultraschallbildern sieht und kann Fragen sofort beantworten. Sinnvoll ist es vorher zu klären, ob man das Geschlecht des Kindes wissen möchte oder nicht.

Was ist, wenn beim Ultraschall ein Problem erkannt wird?

Keine Panik. Oft zeigen weitere Tests, dass ein zuvor geäußerter Verdacht kein Grund zur Sorge ist. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass das Baby ein Gesundheitsproblem hat, können die Informationen aus dem Ultraschall dem Arzt dabei helfen, eine geeignete Behandlung zu planen.

Beispielsweise können schwerwiegende Herzrhythmusstörungen mit Medikamenten behandelt werden, während sich das Baby noch im Mutterleib befindet. Andere Anomalien, wie eine Blockade der Harnwege, können bereits vor der Geburt operativ behandelt werden.

Das Wissen aus den Untersuchungen kann dem Arzt dabei helfen zu entscheiden, wie er das Baby sicher zur Welt bringen kann und wie dem Kind unmittelbar nach der Geburt geholfen werden muss.

Wenn Komplikationen auftreten, können die Eltern alle Optionen bedenken. Dies kann bedeuten, dass die schwierige Entscheidung getroffen wird, die Schwangerschaft abzubrechen, medizinisch einzugreifen oder sich auf die Geburt eines Babys vorzubereiten, das besonderer Pflege bedarf. Ein entsprechend ausgebildeter Berater kann den Eltern bei der Beantwortung vieler Fragen helfen.

Bestehen bei der Ultraschalluntersuchung irgendwelche Gefahren?

Zahlreiche große Studien, die in den letzten 35 Jahren durchgeführt wurden, haben keine Beweise dafür geliefert, dass Ultraschall die Entwicklung von Babys schädigt, oder dass mehrere Scans einen kumulativen Effekt haben. Ultraschall beinhaltet keine Strahlung, wie Röntgenstrahlen.

Gleichzeitig warnen Experten vor unnötigen Ultraschalluntersuchungen und weisen darauf hin, dass Ultraschall, obwohl bisher keine negativen Auswirkungen bekannt sind, eine Energieform darstellt und möglicherweise Auswirkungen auf das sich entwickelnde Baby hat. Dies kann insbesondere während des ersten Trimesters der Fall sein, wenn das Baby anfälliger für äußere Faktoren ist.

Was kostet die erste Ultraschalluntersuchung?

Schwangeren stehen in jedem Trimester jeweils eine Ultraschalluntersuchung zu. Diese drei Untersuchungen werden von der Krankenversicherung gezahlt. Bei Risikoschwangerschaften oder wenn es Auffälligkeiten gibt, können vom Arzt mehr Untersuchungen durchgeführt werden, deren Kosten dann ebenfalls von der Versicherung übernommen werden.

Es kann sein, dass der Arzt zusätzliche Untersuchungen (z.B. Fein-Ultraschall) anbietet, die nicht von der Versicherung übernommen werden. Diese individuellen Gesundheitsleistung (IGeL) müssen, wenn sie gewünscht werden, selbst gezahlt werden.

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